Viele Unternehmen starten in der sprichwörtlichen Garage oder im Keller des Gründers – so auch die Ruwac Industriesauger GmbH. Aber nur einer Minderheit dieser Unternehmen gelingt es, sich im Laufe von fünfzig Jahren zu einem Technologieführer mit internationaler Präsenz zu entwickeln, der immer wieder Innovationen in den Markt der industriellen Absaugung und Entstaubung einbringt und bei allem Wachstum doch an zentralen und nicht ganz selbstverständlichen Prinzipien festhält, die seit 1976 Bestand haben.

Verwaltung und Produktion von Ruwac in Melle
Manfred Runge hatte die Qualität und Langlebigkeit von Industriesaugern und Absauganlagen im Blick, als er – aufbauend auf der Tätigkeit bei einem führenden Hersteller von Industriesaugern – im September 1976 gemeinsam mit Siegfried Wagner sein eigenes Unternehmen gründete. Erfolgreich war Ruwac auch deshalb vom Start weg, weil die individuelle Beratung der Kunden von Beginn an dazu gehörte. Und das ist bis heute ein fester Bestandteil des Geschäftsprozesses, der an Bedeutung noch gewonnen hat, weil Ruwac das Programm über die Jahrzehnte kontinuierlich erweitert hat – und die Anwendungen immer anspruchsvoller werden. Eine weitreichende Entscheidung in diesem Zusammenhang war die Einführung eines Baukastensystems, dessen Komponenten sich vielfältig kombinieren und anpassen lassen. Das gilt für die mobilen Industriesauger ebenso wie für die stationären Absauganlagen.
Auf dieser Basis hat Ruwac über die Jahrzehnte immer neue Applikationen erschlossen, die Kernkompetenz Staub- und auch Gas-Explosionsschutz ausgebaut und auch Innovationen wie die „Funkenfalle“ als einfaches Instrument zur Verhinderung des Einsaugens von Funken oder die Vakuumzelle für die ebenso effiziente wie einfach aufgebaute Vorabscheidung entwickelt.

Immer wieder innovativ: typische Anwendung von Ruwac-Absauganlagen
Eine Innovation, die aktuell große Aufmerksamkeit bei den Anwendern erzeugt, ist die Trocken-Vorabscheidung von reaktivem Metallpulver beim 3D-Druck. Sie schafft die Voraussetzung für die – vorher nicht mögliche – Wiederverwendung des Pulvers. Und sie zeigt, dass Ruwac bei der Entwicklung neuer Technologien auch die Kreislaufwirtschaft im Blick hat.
Seit dem Tod von Manfred Runge im Jahr 2011 wird das Unternehmen von seinen Söhnen Axel (Vertrieb) und Thomas (Finanzen) geleitet (im Bild oben). Im Jubiläumsjahr beschäftigt das Unternehmen rund 180 Mitarbeiter am Standort Melle/ Niedersachsen. Hinzu kommen in Deutschland 30 Mitarbeiter im Vertriebsaußendienst und 25 im Service. Denn nach wie vor gilt das Konzept, dass die Ruwac-Experten den Anwender umfassend beraten und den Sauger bzw. die Absauganlage exakt nach den individuellen Anforderungen projektieren – auf der Basis des immer größer gewordenen Modulsystems.
International ist Ruwac heute mit eigenen Landesgesellschaften sowie über Vertriebs- und Servicepartner in mehr als zwanzig Nationen präsent. Der asiatische und der amerikanische Markt werden aus eigenen Fertigungsstätten in Thailand und den USA bedient.
Im Jubiläumsjahr – das Ruwac mit einem großen Fest für die Mitarbeiter und ihre Familien feiert – sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt für die kommenden Jahre. In der Forschung und Entwicklung, die mit zehn Mitarbeitern bestens besetzt ist, entstehen Konzepte und Technologien für das Saugen und Absaugen von morgen. Aktuelle Themen sind hier u.a. die bereits genannte Kreislaufwirtschaft, das Absaugen immer feinerer Stäube und die prozessnahe Entstaubung.
Und auch in der absehbaren Zukunft werden die nun schon fünfzig Jahre alten Grundsätze von Ruwac Bestand haben: „Made in Germany“, Beratung und Service vor Ort flächendeckend und mit eigenem Personal sowie eine individuelle Projektierung der Anlagen, die in Bezug auf Leistung, Ergonomie, Automation und Lebensdauer höchste Anforderungen erfüllen.
Text- und Bildquelle: Ruwac Industriesauger






