Bild 1: Die unmanaged Switches im REG-Format ermöglichen eine einfache und platzsparende Gebäudevernetzung.
Die Vision der All Electric Society beschreibt eine Welt, in der Energie vollständig aus erneuerbaren Quellen stammt und intelligent genutzt wird. Für die Betriebstechnik bedeutet das: Nachhaltigkeit wird zur zentralen Anforderung. Gebäude müssen nicht nur effizient geplant und betrieben werden, sondern auch aktiv zur Energiewende beitragen. Als Impulsgeber treibt Phoenix Contact diese Entwicklung voran – mit Lösungen, die den Weg zu klimaneutralen und zukunftsfähigen Gebäuden ebnen.

Bild 2: Der All Electric Society Park in Blomberg zeigt, wie die Sektorenkopplung bereits heute gelingen kann.
Interessenten können sich diese Ansätze im All Electric Society Park am Unternehmensstandort in Blomberg ansehen, der täglich für die Öffentlichkeit geöffnet ist (Bild 2). An verschiedenen Stationen erleben sie dort, auf welch vielfältige Weise sich erneuerbare Energie gewinnen, umwandelt, speichern, verteilen und verwenden lässt. Das REG-Portfolio von Phoenix Contact bildet dabei die Basis für eine durchgängige Infrastruktur, die die Planung, Installation und den Betrieb intelligent vernetzt. Auf diese Weise werden die Voraussetzungen für mehr Energieeffizienz, Flexibilität und eine digitale Steuerung im Gebäude geschaffen, was wiederum einen entscheidenden Beitrag zur Realisierung der All Electric Society leistet.
Komplexe Systeme normgerecht umsetzen und integrieren
Doch trotz dieser Zukunftsvision sind Elektroinstallateure und Betriebstechniker mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, wenn es um deren Umsetzung geht. Denn ihre Tätigkeit hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Wo früher einfache Stromkreise und klassische Installationen ausreichten, sind heute komplexe Systeme gefragt: Photovoltaik, Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, Wärmepumpen und intelligente Gebäudesteuerungen gehören längst zum Alltag. Hinzu kommen besondere regulatorische Vorgaben wie § 14a EnWG, die Netzbetreibern das Recht geben, steuerbare Verbrauchseinrichtungen bei Netzengpässen zu drosseln. Für den Installateur bedeutet das entweder eine Direktsteuerung oder den Einbau eines intelligenten Energiemanagements. Im Fall einer Direktsteuerung müssen zusätzlich Steuerboxen, Relaisblöcke oder Klemmenleisten montiert werden. In diesem Zusammenhang sind die technischen Anschlussbedingungen (TAB) der Netzbetreiber sowie die Vorgaben der Bundesnetzagentur zu erfüllen. Zudem zählt die Aufklärungsarbeit über die Abrechnungsmodelle mittlerweile ebenfalls zum Leistungsspektrum des Elektroinstallateurs.

Bild 3: Durch die schmale Baubreite und das REG-Format wird eine kompakte und effiziente Installation ermöglicht.
Eines hat das Jahr 2025 verdeutlicht: Die Anforderungen an das Elektrohandwerk und die Betriebstechnik ändern sich ständig. Heute gilt eine Lösung, die schon morgen wieder angepasst werden muss. Das sorgt für Unsicherheit und erhöht den Zeitdruck auf der Baustelle und im laufenden Betrieb. Umso wichtiger sind Produkte mit durchdachter Ausstattung, die eine normgerechte Installation ermöglichen und gleichzeitig die Arbeit vereinfachen.
Bis zu 50 Prozent weniger Verdrahtungsaufwand

Bild 4: Als erste KNX-Spannungsversorgung am Markt verfügt das Gerät der Produktfamilie Step Power über eine aktive KNX-Drossel. Alle relevanten KNX-Statusinformationen werden auf einen Blick über das integrierte Farb-Display angezeigt.
Gerade in Zeiten wachsender Komplexität ist jede Minute essenziell. Hier unterstützen die PTI-Installationsklemmen von Phoenix Contact mit Push-in-Anschlusstechnik. Sie erlauben den werkzeuglosen Anschluss von Leitern ab 0,34 mm² – einfach einstecken, fertig. Die spezielle Kontaktfeder stellen hohe Auszugskräfte und eine vibrationssichere, gasdichte Verbindung bereit. Das spart bis zu 50 Prozent Verdrahtungszeit gegenüber Schraubklemmen und reduziert Fehlerquellen. Kein Nachziehen, keine Wartung – die Verbindung bleibt dauerhaft sicher. Der Installateur kann aufgrund weniger Handgriffe schneller arbeiten und erhält mehr Sicherheit. Insbesondere bei schwierigen Projekten mit vielen Abgangsleitungen ist das ein echter Vorteil.
Anforderungsgerechte Produkte für die Unterverteilung
Die Unterverteilung dient als Herzstück einer modernen Gebäudetechnik. Phoenix Contact hat sein REG-Portfolio daher konsequent auf die Anforderungen des Elektrohandwerks und der Betriebstechnik ausgerichtet. Dabei zeigt sich immer wieder, wie wichtig es ist, dass die Produkte bereits in der Entwicklung unter dem Aspekt der Anforderungen des Installateurs und Betriebstechnikers geprüft werden (Bild 3). Das Portfolio beinhaltet:
- Plug&Play-fähige unmanaged REG-Switches, die wahlweise acht Gigabit-Ports oder vier Gigabit-Ports und zusätzlich vier PoE-Ports für die Stromversorgung von Endgeräten wie Kameras oder Zutrittskontrollen umfassen. Darüber hinaus vereinfachen Funktionen wie Autonegotiation und Autocrossing die Verkabelung und verhindern Fehler.
- Brummfreie Installationsschütze, die sich speziell für sensible Umgebungen wie Büros, Hotels, Wohngebäude oder Krankenhäuser eignen. Durch ihre kompakte Bauweise verringern sie den Platzplatz im Schaltschrank. Ferner zeichnen sich die Geräte durch flexible Einsatzmöglichkeiten bis 63 A für die Beleuchtung, Heizung und Sicherheitssysteme aus.
- Energiemessgeräte, die den Verbrauch präzise erfassen. Aufgrund der direkten Anbindung einer Rogowski-Spule und des integrierten Installationsassistenten lässt sich die Messtechnik außerdem schnell und unkompliziert implementieren. Der eingebaute Webserver sowie zahlreiche Kommunikationsoptionen eröffnen vielfältige Möglichkeiten zur Auswertung der Energiedaten und Übertragung in übergeordnete Leit- und Managementsysteme.
- Energiezähler mit MID-Zulassung, die eine exakte Abrechnung der Energiedaten ermöglichen. Sie nehmen alle relevanten elektrischen Parameter wie Ströme, Spannungen, Leistungsfaktoren und Leistungen auf. Mit einer hohen Genauigkeit von 0,5 Prozent und integrierten Modbus/RTU- oder Modbus/TCP-Schnittstellen bieten sie sich für Gebäudeanwendungen an. Dreiphasige Ströme bis 100 A AC lassen sich direkt am Gerät ohne externe Stromwandler messen.
- Die Busspannungsversorgung für KNX-Anwendungen der Produktfamilie Step Power, die über eine aktive KNX-Filterschaltung verfügt. Diese passt sich den angeschlossenen KNX-Teilnehmern dynamisch an

Bild 5: Die leistungsstarke Gebäudesteuerung Catan C1 ermöglicht vielseitige Anwendungen in der Raumautomation.
und steigert damit die Effizienz des Bussystems. Das eingebaute Farb-Display liefert die wesentlichen KNX-Statusinformationen auf einen Blick und vereint somit Effizienz und Diagnose vor Ort (Bild 4).
- Die Gebäudesteuerung Catan C1 im REG-Format. Catan und die Erweiterungsmodule zeichnen sich durch eine kompakte Bauform, flexible IOs, ein abnehmbares Display, durchdachte Installationsmöglichkeiten und in dieser Controller-Variante durch ein offenes Ökosystem aus (Bild 5).
Sämtliche Komponenten sind robust, kompakt und für den schnellen Einbau optimiert. Das bedeutet weniger Platzbedarf, kürzere Montagezeiten und höhere Effizienz.
Einfache Relais-Erweiterung mit dem Ethernet Gateway
Abgesehen von den vorgestellten Geräten aus dem REG-Portfolio stellt Phoenix Contact weitere Produkte für die Elektroinstallation von morgen zur Verfügung. Dazu gehört der neue Überspannungsschutz der Produktfamilie FLT-SEC-ZP2 mit integriertem Spannungsabgriff für die Nutzung im netzseitigen Anschlussraum. Außerdem bietet das modulare Ethernet-Gateway der Produktfamilie PLC Interface aufgrund der Kompatibilität zur etablierten Steuerungssoftware hohe Flexibilität für einfache Anwendungen mit bis zu 56 IO-Kanälen. Dem Elektroinstallateur und Betriebstechniker wird also ein komplettes Portfolio an zukunftsgerichteten Geräten für die Gebäudeinstallation und -automation von heute und morgen bereitgestellt.
Netzlastbegrenzende Lösungen gemäß §14a Energiewirtschaftsgesetz
Autoren: Lena Kuhlmann, Marketing Manager Building, und Pascal Rochell, Content Marketing Manager; beide Phoenix Contact Deutschland GmbH, Blomberg
Bildquelle: Phoenix Contact






