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Berufs- und Schutzkleidung

Mewa führt KI-gestützte Größenvermessung ein

11.05.2026
von Redaktion MY FACTORY

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Bei Mewa ist der Startschuss für die flächendeckende Einführung der digitalen Größenvermessung gefallen. Der Textildienstleister setzt auf das Tool des rumänischen Startups Esenca Digital Workwear, bei dem Mewa seit 2024 Mehrheitsanteile hält. Nach erfolgreicher Pilotphase wird die Software zunächst an allen Mewa-Standorten in Deutschland ausgerollt und soll bis Ende 2026 in allen europäischen Ländern zum Einsatz kommen, in denen Kunden mit Berufs- und Schutzkleidung versorgt werden.

Die KI-basierte Anwendung ermöglicht, Träger von Arbeitskleidung vollständig digital zu vermessen, um sie mit Hosen, Jacken und Shirts in der richtigen Konfektionsgröße zu beliefern. Die Digitalisierung bringt erhebliche Vorteile für beide Seiten: Die Vermessung kann voll bekleidet durchgeführt werden und es wird keine Musterkleidung benötigt, um die richtige Größe zu ermitteln. Stattdessen reichen zwei Ganzkörperbilder von vorne und von der Seite in körpernaher Oberbekleidung aus, anhand derer die Körpermaße dem Größenraster der gewählten Kollektion zugeordnet werden. Dadurch nimmt die Größenaufnahme künftig nur noch 2 bis 4 Minuten statt bisher 15 bis 20 Minuten pro Person in Anspruch, was gerade bei größeren Betrieben mit vielen Einzukleidenden eine deutliche Zeitersparnis und Prozessoptimierung darstellt.

Der Entscheidung über die flächendeckende Einführung ging eine umfangreiche Testphase voraus, die mit einer Erfolgsquote von über 95% korrekt ermittelten Konfektionsgrößen abgeschlossen wurde. „Unser wichtigstes Leistungskriterium ist die Zufriedenheit unserer Kunden mit unserem Service – und der beginnt mit professioneller Beratung, gefolgt von der Ausstattung mit der passenden Kleidung“, erklärt Michael Kümpfel, Vorstand Marketing, Sales & Customer. Neben Präzision und Qualität der Messergebnisse waren auch Datensicherheit und Schutz personenbezogener Daten ein wesentliches Kriterium für die Auswahl der digitalen Technik. Dies ist gewährleistet: Die Fotos zeigen nur die Körperumrisse und werden nicht gespeichert, sondern dienen ausschließlich der Identifikation der Messpunkte zur Übersetzung ins Größenraster der ausgewählten Mewa-Kollektion.

Das digitale Tool ist ein weiterer Meilenstein in der Digitalisierungsstrategie des Unternehmens und stellt eine effiziente Unterstützung für den Kunden und den Kundenservice dar. „KI birgt großartige Chancen, um unsere Serviceprozesse noch effizienter und kundenzentrierter zu gestalten. Hier entstehen fortlaufend neue Möglichkeiten“, so Michael Kümpfel. Die digitalen Services bei Mewa werden kontinuierlich weiterentwickelt, etwa durch neue Funktionalitäten im Online-Kundenportal, das kürzlich mit dem SAP Innovation Award ausgezeichnet wurde. „Wir wissen aber auch, dass unsere Kunden den persönlichen Kontakt bei Mewa sehr schätzen – und den werden wir niemals völlig durch KI ersetzen“, so Kümpfel weiter. Daher werden die initialen Beratungs- und Größenaufnahmetermine auch künftig durch qualifiziertes Personal beim Kunden vor Ort durchgeführt, um diesen bei der Einkleidung der Belegschaft bestmöglich zu entlasten. Kann aber jemand z.B. krankheitsbedingt nicht dabei sein oder sind spätere Größenanpassungen nötig, soll künftig die Möglichkeit bestehen, sich im Nachgang selbst über einen zugesandten Link mit dem Tool zu vermessen und die Maße digital an Mewa zu übermitteln.

Mewa bietet derzeit insgesamt rund 40 verschiedene Kollektionen im Rundum-Service inkl. Bereitstellen, Holen, Waschen, Reparieren und Wiederanliefern an. Auch das Produktportfolio wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die Marktanforderungen angepasst. Es umfasst ein branchenübergreifendes Sortiment, von Handwerkerkleidung für Werkstätten über Schutzkleidung bis hin zu Service-, Gesundheits- und Reinraumkleidung mit den entsprechenden Schutz- und Hygieneklassen.

Text- und Bildquelle: Mewa

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