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Innovation trifft Nachhaltigkeit

motion plastics für die Industrie von morgen

04.03.2025
von Redaktion MY FACTORY

Inmitten des aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfelds setzt igus ein positives Zeichen für Innovation und Nachhaltigkeit. Zur Hannover Messe 2025 präsentiert der motion-plastics-Spezialist seine neuesten Produktentwicklungen, die die Innovationskraft „made in Germany“ unter Beweis stellen sollen: von PTFE-freien Werkstoffen über eine komplette Energiekettenserie aus Recycling-Material bis hin zum neuartigen Trockenreinraum-Zertifikat für igus e-ketten, das gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA entwickelt wurde.

In einer Zeit, in der die globalen Märkte von Unsicherheiten geprägt sind und politische Spannungen zunehmen, stehen Unternehmen vor diversen Herausforderungen. Immer mehr Kunden müssen sparen. Aber auch hinsichtlich Nachhaltigkeit stehen Unternehmen immer mehr unter Zugzwang. „Die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten verändert sich kontinuierlich. Daher sehen wir die sich verändernden Rahmenbedingungen stets auch als Chancen“, betont Tobias Vogel, Geschäftsführer Gleitlager- und Lineartechnik bei igus. „Sie sind für uns ein Ansporn, andere Wege zu gehen und neuartige Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln.“ Michael Blass, Geschäftsführer e-kettensysteme bei igus, ergänzt: „Wir möchten Kunden Innovationen ‚made in Germany‘ bieten, die ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und gleichzeitig nachhaltige Lösungen aufzeigen, die einen echten Nutzen bieten – ohne Qualitätseinbußen oder hohe Kosten.“ Sowohl Maschinenhersteller als auch -betreiber profitieren daher doppelt von den Vorteilen der Lösungen aus Hochleistungskunststoff. Gleichzeitig benötigen sie keinerlei Schmieröl oder -fett, was ebenfalls die Umwelt schont und Kosten sowie Instandhaltungsaufwand spart.

PTFE adé: igus stellt alle Standard-Gleitlagerwerkstoffe um

Eine Nachhaltigkeitsherausforderung, die viele Unternehmen betreffen wird, sind die anstehenden Entscheidungen hinsichtlich der Verwendung von Polytetrafluorethylen (PTFE). Unabhängig davon, ob es ein Verbot geben wird, forscht igus bereits seit einigen Jahren an Alternativen zu PTFE. „Wir entwickeln neue Rezepturen, führen umfangreiche Tests durch, prüfen unsere Werkstoffe auch auf PFAS-Verbindungen und passen unsere Produktionsprozesse an, um unseren Kunden auch in Zukunft eine geeignete Lösung anbieten zu können“, so Tobias Vogel.

Jetzt erweitert igus seine Produktpalette und bietet alle iglidur Standardmaterialien auch als PTFE-freie Variante an. Dazu zählen die Werkstoffe iglidur J, W300, M250, G, X und H. Auch in anderen Produktbereichen wie Linearführungen, Drehkranzlager oder Gleitfolien bietet igus bereits PTFE-freie und PFAS-geprüfte Alternativen an. Untersuchungen im hauseigenen Testlabor zum Reib- und Verschleißverhalten zeigen zudem eine deutlich bessere Performance der Werkstoffe mit substituiertem PTFE im Vergleich zur PTFE-haltigen Referenz. Die Forschung an Alternativen hat somit einen deutlichen Mehrwert erbracht.

Von alten Energieketten und Fischernetzen zur recycelten e-ketten-Serie

Nach der erfolgreichen Entwicklung der ersten Energiekette aus Recyclingmaterial im Jahr 2022 stellt igus nun das komplette Katalogprogramm der Standard-Energiekettenserie E2.1 auf das neue Recycling-Material igumid CG LW um. Hergestellt wird dies aus alten Energieketten, die über das eigene „chainge“-Programm recycelt werden, sowie aus alten Fischernetzen. „Mit dieser recycelten Kettenserie ermöglichen wir Kunden, mit uns gemeinsam einen Beitrag zur Kreislauwirtschaft für Kunststoffe zu leisten“, sagt Michael Blass. „Darüber hinaus ist sie unser Beweis dafür, dass nachhaltig nicht gleich teuer bedeutet. Denn die recycelte E2.1-Serie wird zum selben Preis erhältlich sein wie zuvor die e-ketten aus Standardmaterial.“ Aber nicht nur das: Sie hat zudem identische mechanische Eigenschaften und einen 80 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck im Vergleich zur Energiekettenserie aus Standardmaterial.

Neue Technologien: von Trockenreinraum bis Landstrom

Neben einer nachhaltigen Zukunft technischer Kunststoffe treibt igus auch die Entwicklung neuartiger Lösungen und Zertifizierungen für spezielle Anwendungsbereiche voran – zum Beispiel den Trockenreinraum für die Batteriefertigung. Dieser gewinnt angesichts des steigenden Bedarfs an Lithium-Ionen-Batterien für den wachsenden Elektroauto-Markt immer mehr an Bedeutung – bringt jedoch auch anspruchsvolle Produktionsumgebungen mit sich. „Im Trockenreinraum für die Batteriefertigung gehen viele Systeme schnell kaputt und müssen nach zwei bis drei Monaten ausgetauscht werden“, erklärt Michael Blass.

Vor zwei Jahren präsentierte igus mit der E6.29 die erste zertifizierte Energiekette für den Trockenreinraum. Nun hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA ein neuartiges Zertifikat entwickelt, das die Reinraumtauglichkeit der igus e-ketten im Langzeittest bestätigt. So erreichte die e-skin soft SKS28 auch nach 15 Millionen Doppelhüben bzw. 10 Monaten immer noch die ISO Klasse 4 – und damit das bestmögliche Ergebnis. Auch die E6 hat sich im Langzeittest bewährt und wurde von ISO Klasse 4 auf 5 gestuft. Damit ist igus einer der Vorreiter in diesem Bereich.

Gleichzeitig forscht und entwickelt das Unternehmen in vielen, weiteren zukunftsweisenden Bereichen und zeigt so, dass noch viel Innovationspotenzial in der deutschen Industrie steckt. Von Low-Cost-Automation-Lösungen wie FTS für die Intralogistik bis hin zum weltweit ersten, verfahrbaren Landstrom-Anschlusssystem für Containerschiffe.

Hannover Messe: Halle 6, Stand E26

Text- und Bildquelle: igus

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