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Condition Monitoring der Zugkräfte von Roboter-Energiekettensystemen

Wenn der Roboter sich selbst überwacht

09.12.2025
von Redaktion MY FACTORY

Ungeplante Stillstände in der Automatisierung kosten nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld. Mit dem neuen TR.P-Sensor bringt igus eine smarte Lösung für Industrieroboter auf den Markt, die triflex Energiekettensysteme aktiv überwacht und bei kritischen Zugkräften sofort reagiert. Das System erkennt potenzielle Schäden frühzeitig, erhöht die Betriebssicherheit und unterstützt bereits bei der Inbetriebnahme durch Condition Monitoring.

In der Automobilproduktion sind Industrieroboter nicht mehr wegzudenken. Sie schweißen, kleben und lackieren. Damit ihre Leitungen sich auch bei den extremen Torsions- und Zugbelastungen sicher bewegen, kommen dreidimensionale Energieketten der Serie triflex von igus ins Spiel. Mit den passenden hochflexiblen chainflex Leitungen versorgen sie den Roboter mit Strom, Daten und Signalen. Ein ungeplanter Stillstand kann jedoch schnell teuer werden. „600 Euro pro Sekunde kostet es, wenn ein Roboter im Automobilwerk nicht seiner Arbeit nachgehen kann“, weiß Richard Habering, Geschäftsbereichsleiter smart plastics bei igus. Daher hat der motion plastics Spezialist speziell für seine dreidimensionale triflex Energiekette jetzt einen neuen Sensor für die Überwachung der Zugkräfte entwickelt. Das i.Sense TR.P-System misst die am Roboterkopf auftretenden Zugkräfte mithilfe einer Wägezelle und löst bei Überschreitung der vordefinierten Maximalwerte mittels eines potentialfreien Kontaktes eine Aktion aus – dies kann zum Beispiel eine Meldung an den Betreiber oder auch ein Stopp des Roboters sein.

Condition Monitoring: Fehler bereits bei der Inbetriebnahme erkennen

„Mithilfe unseres i.Sense Moduls und der modular aufgebauten Sensorik am Mitnehmerarm der triflex können Anwender kritische Bewegungsmuster erkennen und Schäden wie Überbiegung, Überstreckung oder auch ein Einklemmen frühzeitig identifizieren und verhindern“, erklärt Richard Habering. Ein großes Potenzial für das System sieht igus vor allem in der Inbetriebnahme der Roboter. Das TR.P kann hier als Messsystem dienen, um problematische Bewegungsmuster im Einsatz von Schlauchpaketen schon im Rahmen der Programmierung zu identifizieren und Lösungen zu finden, bevor Beschädigungen auftreten.

Neben der Überwachung der Zugkräfte bietet igus seit 2022 das TR.B-System für die Brucherkennung an, das bereits in vielen Anwendungen weltweit erfolgreich im Einsatz ist. Bricht ein Kettenglied, detektiert das System die Längenänderung des in der Kette verbauten Seils und sendet ein digitales Signal an die Anlagensteuerung. Die blitzschnelle Brucherkennung ermöglicht unmittelbare Wartungsmaßnahmen und kann so ungeplante Stillstandzeiten sowie Totalausfälle bei einzelnen Kettengliederbrüchen vermeiden. Der i.Sense TR.B-Sensor wird direkt an die SPS Steuerung angeschlossen, ohne zusätzliche Hardwarekosten oder eine aufwendige Programmierung. Optional ist auch eine einfache Alarmierung, zum Beispiel über eine Signalleuchte, möglich.

Mit After-Sales-Servicekonzept Betriebssicherheit erhöhen

Mit superwise bietet igus zudem eine After-Sales-Servicekonzept für seine smart plastics an. Es kombiniert dabei die digitale Zustandsüberwachung der i.Sense Sensoren mit der vorausschauenden Wartung. Ziel ist es, ungeplante Ausfallzeiten zu vermeiden, Wartungsteams zu entlasten und die Lebensdauer von Maschinenkomponenten signifikant zu verlängern – ohne hohe Investitionen. Dafür werden die i.Sense Daten der Kunden gesichert an das igus CRM angebunden. Das igus Serviceteam erhält vollständige Transparenz und kann gezielt Maßnahmen initiieren, wie beispielsweise eine frühzeitige Kontaktaufnahme bei auffälligen Sensorwerten, Vorschläge für Wartungs- oder Reinigungsmaßnahmen, Terminierung und Koordination von Inspektionen und Austausch sowie eine direkte Bestellfunktion zur schnellen Nachversorgung.

Text- und Bildquelle: igus

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