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Ruwac auf der EMO 2025

Absauganlagen für Metallbearbeitung und 3D-Druck

12.09.2025
von Redaktion MY FACTORY

Nachhaltigkeit ist ein Fokusthema der diesjährigen EMO. Ruwac zeigt auf der Messe zwei sehr unterschiedliche Bauarten von Absauganlagen, die einen Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Metallbearbeitung leisten, weil sie die Kreislaufwirtschaft voranbringen. Die Spänesauger der Baureihen R10 und R11 trennen die Fest- und Flüssigkeitsanteile aus dem Bearbeitungsraum der Werkzeugmaschine. Und die neuen Trocken-Vorabscheider der Serie R26 steigern die Wiederverwertungsquote des Restpulvers beim Metall-3D-Druck ganz erheblich. 

Die Spänesauger, die Ruwac auf der EMO zeigt, trennen Metallspäne und Flüssigkeiten. Damit schaffen sie die Voraussetzung für die Wiederverwertung der Metallspäne, die in der Regel eingeschmolzen und 1:1 als Rohmaterial verwendet werden. Die Flüssiganteile können aufbereitet werden. Neben einem besonders kompakten Spänesauger-Modell aus GFK (Modell R10) gibt es einen größeren Spänesauger aus Stahl mit verschieden Antrieben (Modell R11), der große Span- und Flüssigkeitsmengen zuverlässig trennt. Er kann auch schwere Späne saugen und zur Maschinenreinigung eingesetzt werden. Abgerundet wird das Programm durch ein Modell mit Entgasungsventil, das den Einsatz bei der spanenden Bearbeitung von Leichtmetallen (Aluminium, Magnesium, Ti-tan) ermöglicht. Ihre Metallstäube bilden in Verbindung mit dem Kühlschmierstoff brennbare und explosionsfähige Gase, so dass der Anwender hier Vorsorge treffen muss.

Mit dem zweiten Produktschwerpunkt adressiert Ruwac einen weiteren Fokus der EMO: die additive Fertigung von Metallkomponenten. Hier dominiert das Verfahren des Selektiven Laserschmelzens (SLM), bei dem Metallpulver von einem Laser aufgeschmolzen wird. Das überschüssige, aus dem Arbeitsraum abgesaugte Pulver konnte bisher nicht wiederverwendet werden. Denn es ist reaktiv und muss durch Benetzung mit Flüssigkeit inertisiert werden. Das wiederum verhindert, dass es in den Prozess zurückgeführt werden kann, weil die Inertisierung die Materialeigenschaften verändert.

Den bewährten und für den Einsatz beim Metall-3D-Druck optimierten Ruwac-Nassabscheidern wird ein neu entwickelter Trocken-Vorabscheider mit der Bezeichnung R26 vorgeschaltet. Sein Hochgeschwindigkeits-Zyklon ist in der Lage, das reaktive Pulver so abzuscheiden, dass seine chemischen und physikalischen Eigenschaften nicht beeinflusst werden. Zugleich ist die erforderliche Sicherheit gewährleistet – u.a. durch einen zuverlässigen Potenzialausgleich aller Komponenten, einschließlich des nachfolgenden Nassabscheiders und der 3D-Druck-Anlage. Diese Maßnahme vermeidet, dass eine wirksame Zündquelle entstehen kann.

Umfassende Praxistests im Fraunhofer IPA Bayreuth und im Ruwac-Entwicklungszentrum haben gezeigt: Mindestens 98% des aus dem Arbeitsraum abgesaugten Pulvers werden im Zyklon trocken abgeschieden und im Behälter gesammelt. Dieses Pulver muss nur noch gesiebt werden und lässt sich dann für die Produktion von SLM-Bauteilen weiterverwenden. Es bleiben höchstens 2%, die im nachgeschalteten Nassabscheider inertisiert und anschließend entsorgt werden.

Vorhandene Nassabscheider können mit den neuen Vorabscheidern, die Ruwac auf der EMO zeigt, nachgerüstet werden. Die Kombination schafft die Voraussetzung für den Einstieg in die Kreislaufwirtschaft bei diesem wertvollen Konstruktionswerkstoff – und für eine Kostensenkung beim SLM-Verfahren, denn Metallpulver für die additive Fertigung sind teuer.

EMO: Halle 11, Stand B 65

Text- und Bildquelle: Ruwac Industriesauger

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