Hannover Messe 2026 (20.–24. April)

Drei Lösungen für den Robotics Award 2026 nominiert

21.01.2026
von Redaktion MY FACTORY

Eine hochkarätig besetzte Fachjury aus Experten der Robotik hat die Nominierten für den begehrten Robotics Award 2026 bekannt gegeben. Mit dem Preis werden Unternehmen ausgezeichnet, die mit innovativen robotergestützten Automatisierungs- und Logistiklösungen maßgebliche Impulse für die industrielle Entwicklung setzen. Der Gewinner wird am 25. Februar 2026 im Rahmen der Press Preview der Hannover Messe bekannt gegeben.

Unter zahlreichen Bewerbungen aus dem In- und Ausland hat die Jury drei Unternehmen für den Robotics Award ausgewählt. Bewertet wurden dabei sowohl der technische Innovationsgrad der Lösungen als auch die Marktreife sowie die ökonomische Umsetzung. Nachfolgend die Auflistung der Nominees in alphabetischer Reihenfolge:

Fraunhofer IFAM, Stade: Nominiert wurde der gemeinsam mit Siemens, Autonox Robotics und Weiss Spindeln entwickelte Machine Tool Robot (MTR). Die zukunftsweisende Fräskinematik schließt die Lücke zwischen klassischem Industrieroboter und Werkzeugmaschine – ein Meilenstein für die ressourceneffiziente, flexible automatisierte Produktion. Die wegweisende Technologie vereint intelligente, modellgestützte Regelungsstrategien mit neuartigen Antriebstechnologien. So können dynamische Fehler kompensiert und Schwingungen effektiv gedämpft werden. Dadurch verbessert sich die Bahngenauigkeit signifikant, selbst bei hohen Vorschubgeschwindigkeiten und komplexen Bewegungsmustern. Ein besonderer Vorteil ist die optimierte Störunterdrückung, die selbst bei hochdynamischen Prozesskräften für eine konstante Präzision sorgt. Damit ermöglicht dieses Antriebskonzept Bearbeitungen mit höheren Materialabtragsraten sowie die Fähigkeit, mit höheren Ruckeinstellungen zu fahren – beides führt zusammen zu einer erheblichen Steigerung der Produktivität.

GoodBytz, Hamburg: Bei dem nominierten Produkt handelt es sich um ein automatisiertes Küchensystem zur schnellen und parallelen Zubereitung individueller Gerichte. Die Roboter werden über eine eigene KI-basierte Steuerungslogik angesteuert, die es erlaubt, selbst bei gleichzeitig eingehenden Bestellungen eine intelligente Ablaufplanung vorzunehmen. Diese automatisierten und flexiblen Produktionsprozesse gewährleisten eine hochwertige und individualisierte Lebensmittelversorgung von Kliniken, Universitäten oder Betrieben bei einer konstanten Leistungsfähigkeit, unabhängig von der Personalverfügbarkeit oder Bestellkomplexität. Das Unternehmen rechnet aufgrund von fehlenden Fachkräften in der Gastronomie mit einem stark wachsenden Marktbedarf.

Robust AI, USA: Das nominierte Produkt „Carter Collaborative Autonomous Warehouse Robot“ ist ein KI-gestützter Multifunktionsroboter für die Lagerautomatisierung. Carter vereint die Funktionen mehrerer Robotersysteme in einer Lösung und übernimmt Aufgaben wie Kommissionieren, Transportieren und Sortieren. Mithilfe KI-basierter visueller Wahrnehmung erkennt der Roboter seine Umgebung sowie Menschen und übersetzt Dateneingaben in optimierte Arbeitsabläufe. Carter agiert vollständig autonom, kann bei Bedarf jedoch auch manuell gesteuert werden. Dadurch bietet das System eine hohe operative Flexibilität und ist speziell für die sichere Mensch-Maschine-Kollaboration ausgelegt. Der Roboter entlastet Mitarbeitende im Lagerbetrieb, reduziert Fehlerquoten und steigert die Produktivität sowie Effizienz um bis zu 80 Prozent.

Die drei nominierten Lösungen werden am 25. Februar vor rund 100 Journalisten aus aller Welt präsentiert. Im Anschluss wird der Gewinner des Robotics Awards bekannt gegeben. Der Preis beinhaltet ein umfassendes und hochwertiges Paket, bestehend aus einer Ausstellungsfläche im Application Park der Hannover Messe sowie einen Vortragsslot auf der Spotlight Stage.

Text- und Bildquelle: Deutsche Messe

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