Die Metallverarbeitung und der Werkzeugmaschinenbau stehen unter hohem Veränderungsdruck. Steigende Kosten, volatile Märkte und zunehmende regulatorische Anforderungen zwingen Unternehmen dazu, ihre Prozesse effizienter und flexibler zu gestalten. Software entwickelt sich dabei vom unterstützenden Werkzeug zum entscheidenden Hebel für Produktivität, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit.
Die aktuelle Umfrage der Abteilung Informatik VDMA unter 248 Mitgliedsunternehmen zeigt, dass Digitalisierung in den Unternehmen strategisch verankert ist. Besonders dynamisch entwickeln sich Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz, Digitale Zwillinge, Low-Code-/No-Code-Plattformen und Open-Source-Software. Sie ermöglichen effizientere Prozesse, datenbasierte Entscheidungen und neue Geschäftsmodelle.
„Die Unternehmen, die vergleichsweise stabil durch die vergangenen Jahre gekommen sind, vereint ein Punkt: Sie betrachten Softwarelösungen und die Digitalisierung nicht mehr als Add-on, sondern als integralen Bestandteil ihrer Wertschöpfung“, sagt Prof. Claus Oetter, Geschäftsführer des VDMA Software und Digitalisierung und Leiter der Abteilung Informatik.
Digitalisierung schafft messbare Mehrwerte in der Fertigung
Gerade in der Metallverarbeitung unterstützen digitale Technologien bei der Optimierung von Fertigungsabläufen, der Qualitätsüberwachung sowie der Ressourcen- und Maschineneffizienz. Gleichzeitig gewinnen Cybersecurity, digitale Souveränität und sichere Datenräume an Bedeutung. Nur wenn Daten sicher verfügbar und interoperabel nutzbar sind, können Unternehmen die Potenziale moderner Softwarelösungen vollständig ausschöpfen.
„Wer Maschinen, Prozesse und Wertschöpfungsketten softwarezentriert denkt, kann Produktivität, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig steigern. Die erfolgreiche Nutzung von Daten und darauf aufbauenden KI-Lösungen wird zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor“, betont Guido Reimann, stellvertretender Geschäftsführer des VDMA Software und Digitalisierung.
Aktivitäten des VDMA Software und Digitalisierung auf der AMB 2026
Wie diese Entwicklungen in der Praxis umgesetzt werden, zeigt der VDMA Software und Digitalisierung auf der AMB 2026. Am 16.09., dem KI-Thementag der Messe gestaltet der Fachverband gemeinsam mit Mitgliedsunternehmen ein Vortragsprogramm rund um KI-Lösungen in Fertigung und Produktion – vom intelligenten Werkzeugmanagement über KI-gestütztes Engineering und MES bis hin zu Digitalen Zwillingen und datengetriebenen Produktionsprozessen.
Zusätzlich präsentiert der VDMA Software und Digitalisierung am Infostand in Halle 2, Stand 2C41 einen Demonstrator der CaderaDesign GmbH. Mithilfe der Apple Vision Pro werden CAD-Daten innerhalb weniger Minuten zu interaktiven Augmented-Reality-Erlebnissen. Besucherinnen und Besucher können Maschinen und Anlagen in Originalgröße erleben, virtuelle Modelle begehen und technische Zusammenhänge interaktiv erkunden – ganz ohne Transport oder aufwendigen Musterbau. Der Demonstrator zeigt eindrucksvoll, wie immersive Technologien den Vertrieb, die Produktpräsentation und die Zusammenarbeit im Maschinen- und Anlagenbau unterstützen können. Die AMB 2026 macht damit deutlich: Die Zukunft der Metallbearbeitung wird zunehmend durch die intelligente Nutzung von Software, Daten und Künstlicher Intelligenz geprägt.
AMB: Halle 2, Stand 2C41
Text: VDMA
Bild: 24Novembers_stock_adobe.com






