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Familienunternehmen mit Zukunft

igus im EY Entrepreneur Of The Year Finale 2025

19.09.2025
von Redaktion MY FACTORY

Deutschland hat immer noch zahlreiche Familienunternehmen, die sich in herausfordernden Zeiten stark entwickeln. Zu ihnen zählt igus. Das Kölner Familienunternehmen startete 1964 mit Kunststoffbauteilen wie Gleitlagern und Energieketten für die Industrie, erschließt aber stetig neue und zukunftsträchtige Geschäftsfelder wie etwa die Low-Cost-Robotik. Diese Agilität ist einer der Gründe, weshalb igus im Finale des weltweit renommierten Wettbewerbs „EY Entrepreneur Of The Year 2025″ steht. Damit zählt das Unternehmen laut Veranstalter Ernst & Young zu den besten inhabergeführten Firmen Deutschlands, die die Zukunft mit Zuversicht gestalten.

Das US-amerikanische Unternehmen Ernst & Young zählt zu den Big Four der Wirtschaftsprüfung. Entsprechend hohes Ansehen genießt weltweit der Wettbewerb „EY Entrepreneur Of The Year“, mit dem das Unternehmen seit 1986 unternehmerische Spitzenleistungen auszeichnet. Der Wettbewerb ist mittlerweile in 58 Ländern etabliert. In Deutschland findet er bereits zum 29. Mal statt. igus steht dieses Jahr als eines von 20 Unternehmen im Finale. „Unsere Vision ist es, eine Welt ohne Schmierung zu schaffen – mit langlebigen, wartungsfreien Kunststoffen für die Bewegung, die CO₂-neutral sind, keinen Abfall erzeugen und unseren Kunden die einfachste Zusammenarbeit bieten: technisch besser, wirtschaftlich günstiger, ökologisch sinnvoll“, sagt igus Geschäftsführer Frank Blase (Bild). „Die Finalteilnahme beim ‚EY Entrepreneur Of The Year‘ bestätigt uns, dass wir mit unserer gelebten Start-Up Mentalität und unserer jährlich wachsenden Zahl an Kunststoff-Innovationen auf dem richtigen Weg sind.“ Die Gewinner werden am 6. November in der Wappenhalle in München bekannt gegeben.

Kundenorientierung als Schlüssel zum Erfolg

Mit über 5.200 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von über 1 Milliarde Euro gehört igus zu den erfolgreichsten Familienunternehmen Deutschlands. Bis 2030 plant das Unternehmen, seine Kundenzahl und den Umsatz mehr als zu verdoppeln. Jährlich entstehen dafür über 200 neue Produkte und Services. Zu den Gründen für diesen Erfolg zählt dabei laut Frank Blase die Fähigkeit des Unternehmens, Kunden aktiv zuzuhören. „Ich habe als Unternehmer früh und schmerzlich gelernt, dass nicht der eigene Erfolg im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung stehen sollte, sondern der Erfolg des Kunden.“ So habe igus als guter Zuhörer im Laufe der Jahre tausende spezialisierte Produkte entwickelt, darunter vernetzte und digitalisierte Gleitlager und Energieketten aus schmierfreien Hochleistungskunststoffen für die Industrie, Satelliten, Raumstationen und Solaranlagen. Diese Produkte haben als korrosionsbeständige und wartungsfreie Alternative zu klassischen Pendants aus Metall das Potential, Anwendungen von Kunden wirtschaftlicher und somit erfolgreicher zu machen. Zu den neueren Geschäftsfelder zählt zudem die Low-Cost-Robotik. So hat igus mit dem Gelenkarmroboter ReBeL einen Cobot geschaffen, der aus Hochleistungskunststoff gefertigt ist und dem Mittelstand einen einfachen und kostengünstigen Einstieg in die Automation ermöglichen soll. „Mit einem Preis von 4.970 Euro ist er einer der wenigen mit China konkurrenzfähigen Roboter aus Deutschland“, erklärt Frank Blase.

Nachhaltigkeit als zentrales strategisches Ziel

Doch es geht igus nicht um Wachstum um jeden Preis. Das Unternehmen verfolgt das Thema Nachhaltigkeit und den Übergang zu einer CO2-neutralen und abfallfreien Kunststoffwirtschaft als zentrales strategisches Ziel. Dafür etabliert igus geschlossene Kreisläufe, etwa durch Rücknahme- und Wiederverwertungsprogramme sowie Produkte mit Recyclinganteil. Ein symbolischer Meilenstein auf diesem Weg ist das igus:bike, ein schmierfreies und rostfreies Fahrrad für die urbane Mobilität. Es besteht nahezu vollständig aus Kunststoff und enthält aktuell rund 50 Prozent recyceltes Material, darunter Kunststoffabfälle wie ausgediente Fischernetze. Darüber hinaus ist es igus wichtig, Nachhaltigkeit auch kulturell und wirtschaftlich zu verankern. So fördert das Unternehmen Talente, Vielfalt und Innovationskraft durch Trainee-Programme, duale Studiengänge, interne Startup-Plattformen sowie internationale Zusammenarbeit.

Text- und Bildquelle: igus

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