In der Schleifscheibenproduktion von Comet fördert eine stationäre Ruwac-Anlage das hochwertige und sehr harte Grundmaterial Korund aus einem Bunker in ein Silo, von wo es zu den einzelnen Maschinen transportiert wird. Die schonende Vakuum-Förderung verringert die Staubentwicklung und verbessert auch die Produktqualität.
Wegen seiner großen Härte ist Korund – ein Industriemineral – als Grundstoff für die Produktion von Schleifscheiben und –werkzeugen eine gute Wahl. Die Entwicklung und Produktion eben solcher Werkzeuge (Bild oben) – häufig mit individueller Form und Rezeptur – ist die Kernkompetenz der Comet Schleiftechnik GmbH in St. Ingbert/ Saarland.
In einer der Fertigungslinien verarbeitet Comet durchschnittlich vier Tonnen Korund pro Tag. In Anbetracht der oft kleinen Losgrößen muss die Fertigung flexibel sein, eine durchgängige Automation des Materialflusses ist nicht sinnvoll. Eine rein manuelle Handhabung des Materials bringt aber schwere körperliche Arbeit mit sich und hat auch negative Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit: Die extrem harten Pulver und Flakes erzeugen eine rutschige Oberfläche, wenn sie sich auf dem Boden ablagern.

Das Saugaggregat (links) fördert die Korund-Flakes aus einem Bunker im Keller in das Silo (oben). Unten in der Mitte ist der Transportwagen zu sehen.

Während des Abfüllvorgangs wird die Umgebung vor Staubentwicklung geschützt.
Gemeinsam mit Ruwac projektierten die Verantwortlichen eine Lösung für das ergonomische und staubarme Verfahren zum Befüllen der Maschinen mit Korundpulver: Das Pulver wird über eine Absauganlage aus dem Materialbunker in ein Silo gefördert und von dort per Schwerkraft in die Transportwagen.
Das Fördern von Korund ist nicht ganz trivial. Das Material ist brüchig und kann beim Fördern beschädigt werden, und Comet benötigt die Flakes in einer eng definierten Korngrößenfraktion – ohne Verunreinigungen und möglichst ohne Staub. Deshalb bietet der Vakuumtransport Vorteile gegenüber mechanischen Förderanlagen wie z.B. Schnecken, zumal man die Transportkräfte sehr gut regulieren kann.
Vakuumförderanlage in Staub-Ex-Ausführung
Ruwac installierte bei Comet eine Vakuumförderanlage in Staub-Ex-Ausführung (Zone 22) mit regelbarem 7,5 kW-Drehstrommotor. Sie saugt die Flakes aus dem Bunker im Kellergeschoss in ein aufgeständertes 1000-Liter-Silo mit Füllstandsüberwachung. Der Sauger schaltet automatisch ab, wenn das Silo voll ist, und wenn ein Mindestfüllstand erreicht ist, wird automatisch nachgefüllt. Der beim Abfüllen entstehende Staub wird direkt an der Entstehungsstelle abgesaugt.
Da die Anlage einsatzspezifisch konstruiert wurde, ist sie optimal an die individuellen Gegebenheiten und auch an das sensible Sauggut angepasst. Und da Ruwac sich bei der Konstruktion aus einem umfangreichen Baukastensystem bedient, handelt es sich nicht um eine typische „Sonderanlage“, sondern um eine Anlage, die aus bewährten Komponenten besteht.
Diese Anlage bewährt sich in der Praxis: Der Betreiber ist zufrieden, die Mitarbeiter können sich anderen und angenehmeren Aufgaben widmen. Und es entsteht sehr viel weniger Staub. Außerdem konnte Comet die Produktqualität verbessern, weil die Korngrößensystematik beim schonenden Vakuumtransport erhalten bleibt: Seit der Inbetriebnahme der Anlage ist die Ausschussquote geringer.
Text- und Bildquelle: Comet, Ruwac






