1. Home
  2. /
  3. Smart Manufacturing
  4. /
  5. VDI-Initiative „Zukunft Deutschland 2050“
Wirtschafts- und Technologiestandort stärken

VDI-Initiative „Zukunft Deutschland 2050“

12.06.2024
von Redaktion MY FACTORY

Wie soll der Wirtschafts- und Technologiestandort Deutschland künftig aussehen? Welche Schlüsselindustrien, Ressourcen und Infrastrukturen braucht das Land, um auch langfristig ökonomisch erfolgreich zu sein? Und welche Maßnahmen sind nötig, um die Zukunftsfähigkeit im globalen Wettbewerb sicherzustellen? Antworten auf diese Fragen will die vom VDI ins Leben gerufene Initiative „Zukunft Deutschland 2050“ finden. Dabei aktiviert der VDI mit seinen 130.000 Mitgliedern neben Ehrenamt, Fachgesellschaften und Netzwerken auch die Expertise von namhaften Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Industrie und Technologie.

Die größte Volkswirtschaft in der Europäischen Union, die sich unter anderem dank ihres „German Engineering“ weltweit Anerkennung für ihre ökonomische Stärke und Innovationskraft erworben hat, hat in den vergangenen Jahren schrittweise ihre technologische Vorreiterrolle eingebüßt. Eine jüngst vom VDI durchgeführte Metastudie (Auswertung von Vergleichsstudien u.a. der OECD, EFI und der Weltbank) zeigt: Bei radikalen Innovationen und (digitalen) Schlüsseltechnologien hat Deutschland Nachholbedarf. Eine komplizierte Bürokratie wirkt zusätzlich innovationshemmend, und der strukturelle Fachkräftemangel muss dauerhaft gelöst werden. Noch immer steht Deutschland im internationalen Vergleich recht gut da – unklar ist allerdings, wie lange das im Kontext aktueller und langfristiger politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen noch der Fall sein wird. Auch eine repräsentative VDI-Befragung aus dem vergangenen Jahr bestätigt den Handlungsbedarf: So hält nur noch die Hälfte der Befragten (54 %) ihr Heimatland für (eher) wettbewerbsfähig.

Gemeinschaftsprojekt des VDI und externer Partner

Der VDI hat deshalb die Initiative „Zukunft Deutschland 2050“ ins Leben gerufen. „Viel zu oft wird in unserer Gesellschaft stark polarisiert. Wir brauchen mehr Sachverstand in den wirtschaftspolitischen Debatten dieses Landes auf Basis von Fakten und technologischer Expertise“, so VDI-Präsident Prof. Lutz Eckstein, der Initiator von „Zukunft Deutschland 2050”. „Als unabhängige und nicht-parteiische Mitgliederorganisation möchten wir strategische Impulse für Deutschlands Zukunft geben. Politik und ökonomische Interessen sind häufig von kurzfristigen Zyklen dominiert. Unser Ziel ist es, Diskussionen zu versachlichen und konkrete Wege aufzuzeigen, wie sich Deutschland auch in Zukunft als führender Wirtschafts- und Technologiestandort positionieren kann.”

Ausgestaltet wird die neue Initiative „Zukunft Deutschland 2050” gemeinsam mit den VDI-Fachgesellschaften, VDI-Landesverbänden, Bezirksvereinen und Netzwerken. Zudem profitiert die Initiative nicht nur vom Know-how der Ingenieurinnen und Ingenieure aus dem VDI, sondern auch vom Fachwissen zahlreicher externer Expertinnen und Experten aus anderen Disziplinen. „Der VDI bringt beste Voraussetzungen mit, um einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit von Deutschland zu leisten“, so VDI-Direktor Adrian Willig, der gemeinsam mit einem Projektteam die Umsetzung der Initiative verantwortet. „Mit einer Community aus 130.000 Mitgliedern bildet der VDI ein besonderes multidisziplinäres Netzwerk, das technisch inspirierte Menschen zusammenbringt, die gemeinsam etwas bewegen wollen. Ingenieurinnen und Ingenieure haben mit ihren Innovationen erheblich zum Erfolg und Wohlstand des Standorts beigetragen – und das werden wir auch in Zukunft tun.“

Multi-Stakeholder-Dialoge

Die Entwicklung einer positiven Zukunftsperspektive für Deutschland 2050 wird von einem umfangreichen Maßnahmenpaket begleitet, das der VDI Schritt für Schritt ausrollt und kommunikativ begleitet. Dabei ruft der VDI in den kommenden Wochen verschiedene Multi-Stakeholder-Dialoge zu wichtigen Themenkomplexen ins Leben – u.a. zur technologischen Umsetzung des Wasserstoffhochlaufs oder der Bekämpfung des Fachkräftemangels in Technikberufen in einer sich verändernden Arbeitswelt. Zum Start der Initiative beschäftigt sich der VDI mit der Energieversorgung der Zukunft und veröffentlicht ein Thesenpapier, das sich mit den Herausforderungen der Transformation des deutschen und europäischen Energiesystems befasst.

Weitere Informationen:

Text- und Bildquelle: VDI

Jetzt Newsletter abonnieren

Technologische Innovationen und Branchentrends aus allen Teilbereichen der Fluidtechnik –
Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Hier registrieren

Weitere Artikel

Open Mind unterstützt Forschungsprojekt
Open Mind unterstützt Forschungsprojekt

Die Open Mind Technologies AG leistet einen wichtigen Beitrag zum Verbundprojekt „CICAM – Computational Intelligence for Computer-aided Manufacturing“ des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften an der Technischen Universität München und Spanflug Technologies GmbH.

AMB 2024 meldet Vollbelegung
AMB 2024 meldet Vollbelegung

Alle zwei Jahre schlägt das Herz der Metallbearbeitung auf der AMB in Stuttgart. Sebastian Schmid, Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Stuttgart, zeigt sich hochzufrieden mit den starken Anmeldezahlen zur diesjährigen internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung.

IN2AI: Die Zukunft der industriellen KI sowie KI in der Logistik
IN2AI: Die Zukunft der industriellen KI sowie KI in der Logistik

Vom 4. bis 5. September 2024 feiert die neue Fachmesse IN2AI ihre Premiere in der Messe Dortmund. Sie wird die neuesten Entwicklungen und Lösungen im Bereich der anwendungsnahen künstlichen Intelligenz in den Themenfeldern der industriellen Anwendung sowie in der Logistik präsentieren und dabei Experten und Lösungsanbieter aus ganz Europa zusammenbringen.

Hermle von Konjunktur gebremst
Hermle von Konjunktur gebremst

Wie die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG mitteilt, verzeichnete das Unternehmen in den ersten fünf Monaten 2024 wie erwartet eine konjunkturbedingt verhaltene Nachfrage. Der Auftragseingang des schwäbischen Automations- und Werkzeugmaschinenspezialisten nahm gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum konzernweit um 8,2 % auf 208,2 Mio. Euro ab (Vj. 226,9 Mio. Euro).

You have Successfully Subscribed!

You have Successfully Subscribed!