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Saubere Lösung

Direktabsaugung an Portalfräsanlagen

04.12.2023
von Redaktion MY FACTORY

Die Walter Otto Müller GmbH & Co. KG in Itzehoe fertigt u.a. kundenspezifische Frontplatten und Bedienfelder für Maschinen – nach höchsten Qualitätsmaßstäben. Die Präzisions-Portalfräsanlagen in der mechanischen Fertigung sind mit Ruwac-Saugern ausgestattet, die direkt am Fräskopf der Maschine die entstehenden Späne absaugen.

Die Frontplatte einer Maschine mit dem Bedienfeld setzt den Maßstab für die ergonomische Bedienung und auch für die vom Käufer und vom Benutzer wahr-genommene Qualität der Maschine. Die Fertigung solcher Frontplatten stellt somit höchste Anforderungen und es gibt (wenige) Spezialisten, die sich auf diese anspruchsvolle Aufgabe konzentrieren. Zu ihnen gehört die Walter Otto Müller GmbH & Co. KG in Itzehoe. Gegründet vor mehr als siebzig Jahren, fertigt sie kundenspezifische Frontplatten und komplette Maschinengehäuse sowie weitere Präzisionsteile für den Maschinenbau. Das geschieht mit hoher Fertigungstiefe und in 90% der Fälle wird Aluminium verarbeitet. Eigene Galvanik- und Lackieranlagen erzeugen hochwertige Oberflächen, die Bedruckung der Frontplatten erfolgt ebenfalls im eigenen Haus – nach höchsten Qualitätsmaßstäben.

Zum Maschinenpark in der mechanischen Fertigung gehören dreiachsige Portalfräsanlagen mit einer maximalen Bearbeitungsfläche von 2000 x 3000 mm., die dank der Vakuumspanntechnik ein breites Spektrum von Bauteilen sehr unter-schiedlicher Abmessungen abdecken. Auch deshalb sind die fünf Anlagen konstant hoch ausgelastet: Sie arbeiten im 24/6-Modus, d.h. im Dreischichtbetrieb an sechs Tagen in der Woche. Die erste der fünf Anlagen wurde 2015 angeschafft, die neueste ist etwa ein halbes Jahr alt. Alle sind mit jeweils einem Ruwac-Sauger vom Typ R01 ausgestattet, der direkt am Fräskopf der Maschine die entstehenden Späne absaugt. Steuerungstechnisch ist jeder Sauger mit „seiner“ Portalfräsanlage gekoppelt: Sobald die Anlage eingeschaltet wird, schaltet sich auch der Sauger zu.

Da die Anlagen nach dem Prinzip der Minimalmengenschmierung arbeiten, handelt es sich beim Sauggut ganz überwiegend um nahezu trockene Metallspäne, die nur leicht von Kühlschmierstoffen benetzt sind. Außerdem werden verdunstete, d.h. gasförmige Kühlschmierstoffe aus dem Prozess abgesaugt. Die Späne als deutlich größter Anteil verbleiben in einem separaten Vorabscheider mit einem Fassungsvermögen von 200 Litern. Der nachgeschaltete eigentliche Sauger erzeugt den nötigen Unterdruck für den Saugprozess, und sein Filter der Staubklasse M hält die Staubanteile im Gas zurück. Weil dieses Gas brennbar sein kann, sind sowohl die Sauger als auch die Vorabscheider einschließlich der Saugschläuche elektrisch leitfähig ausgeführt. Die Absaugsysteme eignen sich für den Einsatz in der Gas-Ex-Zone 1.

Die Vorabscheider werden in regelmäßigen Abständen per Stapler in einen Container entleert. Der sortenreine Wertstoff kann dem Recycling zugeführt werden. Neben dem kontinuierlichen Absaugbetrieb kommen die Sauger auch bei der regelmäßigen Betriebsreinigung zum Einsatz. Der Bediener muss dann nur die Schlauchverbindung zum Fräskopf lösen und einen Saugschlauch mit Bodenmundstück oder Bürste anbringen.

Dass die Verantwortlichen von Walter Otto Müller sich fünfmal in Folge für diese Lösung entschieden haben, deutet darauf hin, dass sie gut funktioniert. Geschäfts-führer Lutz Bitomsky: „Die Sauger sind bei uns im Dauereinsatz und bewähren sich seit Jahren bestens.“

Text- und Bildquelle: Ruwac Industriesauger GmbH

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